Innerhalb unserer Musikblockwoche gingen wir als Klasse am Montag, dem dritten April, zusammen ins El Lokal. Ich wollte nicht unvorbereitet an diesen Gig gehen und schaute mir deshalb ein paar Tage im Voraus dieses Video an:
Ich war sehr überrascht. Unter einer fünfköpfigen Band, die sogar traditionelle koreanische Instrumente benutzt, hatte ich mir etwas völlig anderes vorgestellt. Ich bildete mir ein, dass Jambinai eine ganz beruhigende und eher langweilige Band sei und unser Konzertbesuch ein entspannender Abend werden würde. Doch ich lag extrem falsch: Post-Rock nennt sich die Musikrichtung, welche die in Seoul gegründete Band, macht. Ich würde behaupten, manchmal glichen ihre Songs sogar dem Metal Genre, nur die Moshpits beim Konzert fehlten. Die drei Kernmitglieder der Gruppe, Lee Il-woo, Kim Bo-mi und Sim Eun-yong trafen sich 2009 in der Uni in Seoul, da sie dort Koreanische Musik studierten. Nach ihrem Schulabschluss beschlossen sie Jambinai zu gründen und traditionelle koreanische Musik mit einem Twist zu machen.
Als wir uns langsam im El Lokal versammelten, erwarteten uns auf der Bühne verschiedenste Instrumente. Unter anderem ein Schlagzeug, eine E-Gitarre und einen E-Bass. Was aber meine Aufmerksam auf sich ziehte, waren die Instrumente, die ich nicht kannte.

Dieses Instrument, welches einer Bratsche gleicht, heisst Haegeum. Es hat zwei Saiten und wird mit einem Bogen gespielt. Kim Bo-mi hat mich sehr beeindruckt, wie sie mit ihren hochhackigen Schuhen ihr Instrument beherrschte. Die ganze Band fiel bei den lauten Stellen fast von der Bühne, weil sie die Musik in sich so fühlten und mit so vielen Emotionen spielten. Und dass Kim Bo-mi das mit hohen Absätzen schafft, bewundere ich.

Geomungo (auch schwarze Zither genannt) ist ebenfalls ein Saiteninstrument. Man spielt es in der Regel am Boden sitzend und die Saiten werden mit einem Bambusstück angezupft.

Das ist eine kleine Bambuspfeife, die man Piri nennt. Sie hat einen recht lauten und nasalen Klang und wird traditionell als Melodieinstrument verwendet.
Lee Il-woo, der bei Jambinai Piri spielt, hat aber die Flöte mit einer Loopstation gelayert. Dies kreierte eine krasse Atmosphäre und ich traute mich teilweise gar nicht mehr mich zu bewegen, da alles ruhig war und lauschte.
und das sei alles nur Krach. Andere, inklusive mir, sagen aber, dass ihnen Jambinais noch so ungewöhnliche Art gefällt und sie möchten mehr von ihnen hören.
Wenn Du das auch möchtest und sie Dir so gefallen wie mir, solltest du Jambinai unbedingt hier unterstützen.
Lara Fuchs – 22.06.2017