Der französische Liederabend
Das Konzert war an einem Montag Abend in einer kleinen Kirche. Nach und nach fanden sich die Leute ein, fanden ihre Sätze und wurden still. Ich bemerkte, dass die Mehrheit der anwesenden Gäste eher alte Leute waren und ich die jüngste. Zuerst stand eine Frau in der vordersten Reihe auf und dankte uns für unser kommen und erklärte den Ablauf des Abends. Es sollten Musikstücke von drei französischen Musikern gespielt werden: Gabriel Fauré (1845-1924), Claude Debussy(1862-1918) und Francis Poulenc (1899-1963). Insgesamt etwa 23 Stücke. Nach einem kurzen Applaus traten Gianna Lunardi und die Pianistin Seraina Braun ein. Sie stellten sich vor, verbeugten sich und dann sass die Pianistin ab. Gianna blieb stehen und atmete ein paar Mal tief ein und aus. Nach ein paar Sekunden des Sammelns, sah sie die Pianistin an, die daraufhin zu spielen begann. Die ersten zarten und weichen Töne erklangen und auch Gianna beginnt zu singen. Zuerst ganz langsam und leicht und dann mit zunehmenden Elan. (Ich werde hier aufgrund der vielen Lieder die sie gesungen hat nur 2 mit Video ergänzen) Ihr erstes Lied war Paradis von Gabriel Fauré`s La chanson d`Evè. Es war sehr fein und ruhig. So verhielt es sich mit fast jedem Stück. Das nächste Lied hiess „Prima verbal“ ebenfalls von Gabriel Fauré sowie die Folgenden:
Comme Dieu rayonne
L`aube blanche
Anschliessend sang sie noch Eau vivante, „Vielles-tu, masenteur de soleil?“, Dans un Parfum de roses blanches, Crépuscule und „O mort, poussiere d`étoiles“ von Gabriel Fauré. Bei allen herrschte gebanntes zuhören und absolute Ruhe. Nach dem beenden des letzten Tones ertönte Applaus. Erst jetzt wendete sich Gianna ans Publikum und erzählte uns wie es zu diesem kleinen Konzert kam. Sie erzählte wie sie diese drei französischen Musiker und ihre Lieder ausgewählt hat und auch näheres über die Musiker selber. Nachdem sie die Worte ein wenig hat auf uns einwirken lassen beginnt sie mit den Liedern von Claude Debussy aus „Fêtes galantes – premier recueil“. Zuerst mit „En sourdine“ und weiter mit Clair de lune und Fantoche. Anschliessend die Lieder des Deuxième recuil. Nacheinander Les Ingénues, Le Faune und Colloque sentimental. Wieder lauter Beifall. Erneut hält sie inne um uns etwas über den nächsten französischen Musiker zu erzählen, nämlich über Francis Poulenc und über sein La courte paille. Darin enthalten sind sieben Lieder: Le sommeil, „Quelle aventure!“, La reine de coeur, „Ba, bé, bi, bo, bu“, Les enges musiciens, Le carafon und Lune d`avril. Nach dem letzten Lied verbeugen sich Gianna und die Pianistin unter lautem Applaus und gingen. Der Schlussapplaus währte weiter, bis beide nochmals rauskamen und noch ein Zugabelied zum besten gaben. Nach diesem gab es noch einen lauteren Applaus und sie verbeugten sich noch mehrere Male. Als sie wieder gegangen waren erhoben sich die Leute langsam und bewegten sich Richtung Ausgang.
Gianna Lunardi

Gianna Lunardi die italienisch-schweizerische Mezzosopranistin studierte in Zürich und London. Ihre grösste Leidenschaft ist das Belcanto-Repertoire, dennoch pflegt sie in ihrer gesanglichen Tätigkeit eine breite Vielfalt von Stilen. Oper, Operette, Lied und sogar Musical sind Stationen ihrer Bühnentätigkeit. Privat gehören Sport, Tanz und Familie zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen.
Mein Fazit
Ich fand genfranzösischen Liederabend sehr schön. Ich finde Französisch eine sehr schöne Sprache (anders als die meisten>.<) und fand die ganze Atmosphäre super. Ich kannte weder die Komponisten noch ihre Lieder und höre auch nicht viel Klassik aber die Lieder wurden unvergesslich und wunderschön vorgetragen. Das einzige was ich an diesem Abend auszusetzen habe waren die Erklärungen zu den Musiker, diese waren mir ein wenig zu lang aber insgesamt hat mir der französische Liederabend sehr gefallen!
Wie ich dazu kam:
Gianna Lunardi ist eine frühere Gesanglehrerin von mir, die ich sehr gerne hatte. Als wir den Auftrag bekamen, habe ich als allererstes an Gianna gedacht. Weiter war es dann nicht mehr schwierig ein Konzert von ihr herauszupicken und sich mit ihr zu verabreden.
Zoë Wäger 21.06.18
