GESCHICHTE DES ABWASSERS

Eine führung durch die Zürcher Altstadt

Die Begrüssung mit Herrn Illi auf der Gemüsebrücke in Zürich.

Um 10 Uhr fanden wir uns versammelt auf der Gemüsebrücke. Zwischen dem Rathaus und dem kleinen Weinplatz begann unser Entdeckungs-Spatziergang um heraus zufinden, wie sich die Verwendung der Limmat über die Jahrhunderte veränderte. Noch nicht immer war der Fluss der durch das Herz zürichs fliesst so sauber wie heutzutage.

Herr Illi mit einer Informations-hungrigen Bande von Jugendlichen.

Langsam begaben wir uns in Richtung Münsterhof. Immer wieder hielten wir an, damit uns unser Stadtführer etwas zeigen konnte. Er berichtete vom alten Verlauf und des vorgeschobenen Ufers der Limmat und der Sihl. Geschichten von Schuhmacherei und anderen Arbeiten für welche das Wasser der Limmat notwendig war. Doch die Verschmutzung des Flusses war schon damals nicht ohne Bedenken.

Herunter gebrachte Häuser wurden ins Flussbett geschüttet und somit wurde der natürliche „Trichter“, aus dem die Limmat entsprang schmaler und schmaler mit der Zeit. So war früher, wo nun etliche Häuser stehen, noch fliessendes Wasser.

Wir führten unsere Entdeckung weiter. Vom Münsterplatz gingen wir über die Münsterbrücke, vorbei an der Wasserkirche, zum Schiffländeplatz.

Auf der Münsterbrücke legten wir einen Stop ein und Herr Illi belehrte uns.

Hier drückten wir uns nach bis nach in einen so gegnannten Ehgraben. Eng zwischen den Häusern wurden früher die Fäkalien und andere menschliche Abfälle entsorgt. Es ist schwierig sich vorzustellen dass, wo heute nur noch Lüftungsleitungen sind, früher Abtrittkübel standen. Wir konnten sogar unterirdisch durch die Häuser und kamen auf Parallelgassen wieder hinaus.

Lange erzählte uns Herr Illi davon, wie früher die Leute lebten und was Hygiene für sie bedeutete. Es ist erstaunlich, wenn man durch die Altstadt läuft, zu wissen, dass damals zwischen den Häusern die Ausscheidungen aus den Fenstern geworfen wurden. Was heute so unbedeutend ist, war früher ein grosser Teil des öffentlichen Lebens.

Wir erfuhren viel von Dingen über welche man sich keine Gedanken macht.

Herr Illi brachte uns eine Probe von alter ausgegrabener Fäkalien.

Alles in einem war es lehrreicher Tag.

Hinterlasse einen Kommentar